Die Katastrophe

Die Katastrophe von Tschernobyl fand am 26. April 1986 im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Nähe des Dorfes Tschernobyl und der Stadt Prypiat statt. Ursache für die Katastrophe war ein Super GAU im Kernkraftwerk, die eine verheerende Explosion auslöste, welche den Betonmantel, die biologische Schutzhülle des Reaktors zerstörte und somit gewaltige Mengen an radioaktivem Material in die Atmosphäre schleuderte. Die Katastrophe gilt als eine der größten vom Menschen verursachten Naturkatastrophen der Geschichte, während die genauen Umstände der Katastrophe von Tschernobyl weitestgehend geklärt sind, streiten sich immer noch viele Wissenschaftler und Experten um die Ursachen. Genaue Opferzahlen können bis jetzt nur geschätzt werden.

Die Umstände der Katastrophe von Tschernobyl

Kernkraftwerk Tschernobyl - wikipedia.org Die Katastrophe von Tschernobyl ist die Folge eines Super GAUs im Atomkraftwerk von Tschernobyl, Block 4. Dort sollte vom 25. zum 26. April 1986 ein Versuch durchgeführt werden, um die selbstständige Stromversorgung bei vollkommenem Stromausfall allein durch die auslaufenden Turbinen sicherstellen zu können. Sollte ein Störfall eintreten und die Stromversorgung von Außen unterbrochen sowie die Stromversorgung vom Reaktor selber nicht mehr möglich sein, so laufen in der Regel Notstromaggregate an. Das Anlaufen dauert 60 Sekunden, die auslaufenden Turbinen sollten sowohl für das Kühlsystem sowie für die Überwachung der Anlage genügend Strom liefern, bis die Notstromaggregate den Strom liefern. Der Versuch scheiterte aufgrund technischer Defekte, Mängeln und Fehlern in der Konstruktion des Reaktors vom Typ RMBK II und vor allem aufgrund menschlichen Versagens und nicht eingehaltener Sicherheitsbestimmungen.

Folgen der Katastrophe von Tschernobyl

Die Folgen werden von verschiedenen beteiligten Parteien unterschiedlich dargestellt. Neben den stark schwankenden Angaben zu angeblichen direkten Opferzahlen sowie unterschiedlich ausfallenden Studien zu den Auswirkungen der Strahlung auf die umliegende Bevölkerung kann man jedoch eins gewiss sagen: die Katastrophe von Tschernobyl hat Ausmaße in noch nie dagewesenem Maßstab angenommen. Zwar sind durch beispielsweise die Hiroschimabomben hunderttausende Umgekommen sind, sind die unmittelbar gestorbenen Personen in kleineren Maßstäben zu bemessen. Jedoch ist nicht absehbar, wie und in welcher Größenordnung sich die Strahlung nach der Katastrophe von Tschernobyl auf die Bevölkerung der Ukraine, Weißrusslands und des übrigen Europas ausgewirkt hat und noch auswirken wird.

Die Zone nach der Katastrophe von Tschernobyl

Nach der Katastrophe wurde eine Schutzzone um das Kernkraftwerk von Tschernobyl errichtet, die bis heute Bestand hat. Die knapp 4300 qm große Zone umfasst neben dem Kernkraftwerk die naheliegende Stadt Prypjat sowie einige kleine Dörfer, die jetzt alle samt verlassen sind. Offiziell wohnt niemand mehr in Tschernobyl, jedoch gibt es dutzende Arbeiter, die die Infrastruktur intakt halten, die Zonengrenze sichern und die Folgen der Katastrophe erforschen. Laut der Regierung der Ukraine sollten dieses Jahr die Bauarbeiten am neuen Sarkophag über dem Reaktorblock 4 beginnen. Von offizieller Stelle gab es allerdings noch keine Bestätigung über den Baubeginn.